Was ist Urogynäkologie?
Die Urogynäkologie ist ein medizinisches Teilgebiet, das sich mit der Diagnose und Behandlung von Beckenbodenfunktionsstörungen bei Frauen befasst, wie z. B. Harninkontinenz, Blasenvorfall und Gebärmuttervorfall. Der Beckenboden ist ein Netzwerk aus Muskeln und Bindegewebe, das die Organe innerhalb des Beckenknochens (Blase, Gebärmutter, Darm) stützt.
Häufige Erkrankungen
- Harninkontinenz (Belastungsinkontinenz): Unwillkürlicher Urinverlust beim Husten, Niesen, Lachen oder Sport.
- Dranginkontinenz: Unwillkürlicher Urinverlust mit plötzlichem, starkem Harndrang, oft bevor die Toilette erreicht wird.
- Beckenorganprolaps: Vorfall der Blase (Zystozele), der Gebärmutter (Uterusprolaps) oder des Darms (Rektozele) in die Vagina.
- Überaktive Blase: Häufiges Wasserlassen und plötzlicher Harndrang.
Treatment Options
Basierend auf den Beschwerden, Untersuchungsergebnissen und Erwartungen der Patientin wird ein individueller Behandlungsplan erstellt. Zu den Behandlungsoptionen gehören:
- Konservative Behandlungen: Beckenbodenmuskelübungen (Kegel-Übungen), Anpassungen des Lebensstils und Blasentraining.
- Pharmakologische Behandlung: Wird insbesondere bei überaktiver Blase und Dranginkontinenz eingesetzt.
- Chirurgische Behandlungen: Schlingenoperationen (TOT, TVT) bei Harninkontinenz und vaginale oder laparoskopische Reparaturoperationen (z. B. Sakrokolpopexie) bei Organprolaps werden erfolgreich durchgeführt.
